|
Die Anwendung hängt
stark von der Verkeimung
ab. Man beachte die
Dosierung. GrotaMar71®
gibt es in 1/2L
Flaschen; 10kg Gebinde,
200kg Gebinde und
1-Tonnen-IBCs.
Durchmischung: Durch die
einzigartige
Formulierung ist eine
optimale Verteilung
zwischen Diesel und
Wasserphase
gewährleistet. Dennoch
empfiehlt sich eine
physische Durchmischung,
wo immer möglich.
ERKLÄRUNG:
Allgemein:
Dieselkraftstoff bildet
einen sehr guten
Nährboden für
Mikroorganismen, die im
Sumpf (Wasserschicht
unter dem Diesel) leben
und sich dort rasch
vermehren.
Sie bilden Ablagerungen,
die den Tank verseuchen,
Dieselleitungen
blockieren und Filter
verstopfen.
Infektion: Die
Verkeimung findet
zumeist durch Betankung
mit infiziertem Diesel
statt, kann aber auch ad
hoc durch Verschmutzung
und schlechte
Hygieneverhältnisse im
Tank selbst entstehen.
Biofilm: Mikroorganismen
bilden mit ihren
Stoffwechselprodukten
eine schleimige
Schutzschicht (Biofilm),
die teilweise
aufschwimmt und sich
teilweise an der
Tankinnenwand ablagert,
dort mit der Zeit
verhärtet und immer
schwerer zu entfernen
ist.
KORROSIONSPROBLEM:
Neben der Verstopfung
tritt auch ein Problem
mit Rost (Korrosion bis
zur
Tankwand-Durchrostung)
auf. Die
Stoffwechselprodukte
(z.B.
Schwefel-wasserstoff-Kombinationen)
vieler Bakterien
schaffen in der
Wasserphase des Diesels
einen günstigen pH-Wert
für Korrosion vor allem
am Tank selbst, aber
auch an anderen Teilen,
die mit dem Diesel und
insbesondere dessen
Sumpf in Berührung
kommen.
PROBLEMBEKÄMPFUNG:
Bitte untersuchen Sie,
ob Sie eine
Schleimschicht finden!
Sie findet sich vor
allem im Sumpfbereich
(unterer Bereich der
Tankinnenseite). Die
Mikroorganismen in
diesem Schleim
(gallertige Masse,
Schleimzopf,
fadenförmige
Ablagerungen, grün bis
weiss-graue Gallerte
oder ähnliches) ernähren
sich vom Mineralöl und
vermehren sich
unaufhörlich und mit
exponentieller
Geschwindigkeit. Sie
benötigen Wasser als
Lebensraum und den
Diesel als „Nahrung“.
Das Wasser, das über die
Luftfeuchtigkeit in den
Tank eindringt, setzt
sich großteils ab (da es
schwerer ist als
Diesel). Mit dem
Treibstoff landen
Verunreinigungen (Pilze,
Bakterien, etc.) ein.
Besonders die
Grenzschicht zwischen
Diesel und Wasser bietet
ideale Lebensbedingungen
für Mikroorganismen.
Höhere Luftfeuchtigkeit
sowie höhere
Außentemperaturen und
auch
Temperaturschwankungen
(Kondens-wasserbildung)
können für das Wachstum
der Mikroorganismen sehr
förderlich sein, sind
aber nicht notwendig.
Auch Biodiesel scheint
durch seine höhere
Wasseranziehung das
Problem zu fördern.
1. Schockdosierung
von GrotaMar71®
Ist bereits geringer
Mikrobenbefall
eingetreten, kann man
versuchen durch
Schockdosierung (=500ml
GrotaMar71® auf 500 bis
1000ltr Kraftstoff) eine
Verbesserung,
insbesonders ein
Freilegen des
Kraftstofffilters zu
bewirken. Es ist aber zu
bedenken, dass dadurch
nur die Mikroorganismen
getötet werden, die
Biomasse (also der
Schleim und die
Verunreinigung)
verschwindet damit
nicht.
Oftmals genügt eine
besonders hoch dosierte
Zugabe von GrotaMar71®
bereits, um das Problem
in den Griff zu kriegen.
Insbesondere, wenn eine
Tankreinigung nicht
100%ig möglich ist (z.B.
wenn er schlecht
zugänglich ist), sollte
dieser Versuch
unternommen werden. Um
Folgeinfektionen zu
verhindern, muss auf
eine erhöhte regelmäßige
prophylaktische Zugabe
von GrotaMar71® geachtet
werden.
2. Reinigung
Haben die
Mikroorganismen am Rand
(meist im Bereich des
Sumpfes) Biofilme
gebildet, ist eine
mechanische Reinigung
des Tanks sehr zu
empfehlen, da die
Verkeimung sonst immer
wieder leicht entstehen
kann und manchmal selbst
durch hoch dosierte
Biozidbeigabe nicht mehr
verhindert werden kann.
Biofilme lassen sich nur
schwer entfernen. Zur
optimalen Reinigung
empfehlen wir Grotanol®
SR1 als desinfizierendes
alkalisches Mittel durch
ein
Hochdruckreinigungsgerät
(mit heißem, hartem
Strahl) und -wenn
möglich- zusätzlichen
mechanischen
Hilfsmitteln (z.B.
Drahtbürste).
3. Entkeimung von
verkeimtem Diesel
Nach der Tankreinigung
stellt sich die Frage:
Was soll mit dem
verkeimten Kraftstoff
geschehen?
Er kann mit GrotaMar71®
entkeimt werden. Eine
relativ hohe Dosierung
von 2000ppm (0,2% od.
500ml-Dose auf 1000
Liter Diesel)
GrotaMar71® empfiehlt
sich aus Erfahrung für
die Entkeimung, damit
der Vorgang zuverlässig
erfolgreich ist.
Zu geringe Dosierung
nützt allerdings gar
nichts. Mikrobenbefall
lässt sich durch zu
kleine
Biozidkonzentrationen
nicht (auch nicht
„teilweise“) bekämpfen.
4. Prophylaktische
Dosierung von
GrotaMar71®
Damit es gar nicht erst
zu mikrobiellem Befall
kommt, ist GrotaMar71®
vorbeugend zu dosieren.
500ml Grotamar auf 2000
Liter Diesel genügen
meist.
Für fabrikneue oder
ausreichend gereinigte
Tanks empfiehlt sich in
jedem Fall eine
prophylaktische Beigabe
von GrotaMar71®. Da
GrotaMar71® schon bei
Zugabe von 500ppm eine
prophylaktische Wirkung
entfaltet, ist dies auf
lange Sicht wohl der
preisgünstigste Schutz.
5. Zusätzliche
Maßnahmen:
Weiters zu beachten ist,
dass lange Stehzeiten,
hohe Außentemperaturen,
Temperaturschwankungen,
hohe Luftfeuchtigkeit
und Tankverschmutzungen
jeglicher Art die
Vermehrung von
Mikroorganismen stark
fördern können und,
falls möglich, vermieden
werden sollten.
Andernfalls empfiehlt
sich zumindest eine
prophylaktische Zugabe
von GrotaMar71®.
6. Biodiesel:
Aufgrund der besseren
Wasserverträglichkeit
und höheren
Wasseranziehung kann
Biodiesel die Vermehrung
von Mikroorganismen
fördern und sollte in
jedem Fall
prophylaktisch durch
Zugabe von GrotaMar71®
geschützt werden. Die
standardisierte Beigabe
von Biodiesel in den
fossilen Diesel und die
gleichzeitig immer
häufiger auftretenden
Fälle von Dieselpest
scheinen dies zu
bestätigen.
MESSUNG DES MIKROBIELLEN
BEFALLS
(=VERKEIMUNG):
Zur Bewertung der
Verkeimung empfehlen wir
Mikrocount® combi
(Eintauchnährböden). Die
Messung erfolgt
unbedingt im Bereich des
Sumpfes. Eine
Beschreibung des
Messvorgangs findet sich
in jeder Verpackung.
SIE HABEN NOCH
FRAGEN?
Rufen Sie uns an: 01-667
9060! Profitieren Sie
von den langjährigen
Kenntnissen unserer
Techniker in diesem
Problem und dessen
Lösung!
Sie erhalten von uns
auch technische
Datenblätter und weitere
Anwendungsempfehlungen.
|